Die Mistel

Vor allem in den USA und in England ist es schon seit vielen Jahren Brauch, einen den Zweig einer Mistel zu Weihnachten aufzuhängen. Wenn sich dann unter diesen Zweig ein Mann und eine Frau treffen, können diese Küsse austauschen. Dabei ist es meist so, dass für jeden Kuss eine Mistelbeere gepflückt werden muss.

Sobald alle Beeren gepflückt wurden, kann auch kein Kuss mehr erbittet werden. Der Brauch des Küssens unter einer Mistel ist nur einer der Bräuche, die mit dieser Pflanze einhergehen. Somit gibt es in England in der Grafschaft Staffordshire beispielsweise keinen Weihnachtspudding, wenn dieser nicht vorher über einem Feuer zubereitet wurde, das mit Mistelzweigen befeuert wird. Weiterhin hängen viele Menschen in England und den USA einen geschmückten Mistelzweig an die Haustür. Dieser Brauch soll dafür sorgen, dass alle Menschen die im jeweiligen Haus wohnen, friedlich und versöhnlich miteinander Weihnachten feiern können.

Der Brauch, dass eine Frau oder ein Mann unter Mistelzweige geküsst werden darf, ist wohl bis in die Zeit der Germanen zurückzuführen. Zu dieser Zeit dachten die Menschen, das sie die Mistel vor bösen Geistern schützen würde. Außerdem war diese Pflanze aber auch ein Zeichen für Fruchtbarkeit und Empfängnis. Entsprechend haben viele Frauen und Männer die Mistel genutzt, um beispielsweise dafür zu beten, dass sie endlich ein Kind bekommen mögen. Dieser Glauben hat sich von den Germanen aus bis zu den Kelten nach England ausgebreitet und wurde hier weiterentwickelt.

Somit wurde es bald üblich, die Mistel immer zu Weihnachten aufzuhängen. Zudem konnte diese Pflanze dazu verwendet werden, einen Angebeteten oder einen Angebetete ungefragt zu küssen. Als dann immer mehr Engländer in die neue Welt (USA) aufgebrochen sind, haben sie diesen bestimmten Brauch natürlich mitgenommen. In den USA hängten aber nicht nur die ehemaligen Engländer die Mistelzweige auf, sondern auch Menschen aus anderen Ursprungsländern übernahmen diesen Brauch sehr gerne. Die weiße Mistel, die vor allem für den Kussbrauch verwendet wird, wächst auf Laubbäumen. Besonders gute Wirtsbäume für Misteln sind:

  • die Birke
  • die Zeder
  • ie Pappel
  • der Apfel- oder Birnbaum
  • die Ahornbäume

Verbreitet wird diese Pflanze ausschließlich von Vögeln, die die Mistelbeeren fressen und die Samen in den Beeren wieder ausscheiden. Aus diesem Kern wachsen dann die Wurzeln, die sich auf einer Haftscheibe verbreitern und schließlich durch die Rinde des Wirtsbaums, bis zum Holz vorwachsen.

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